Wenn jetzt in Ihnen der Wunsch reift, Ihr Pferd – oder das einer anderen Person, die Sie beschenken möchten - malen zu lassen, möchte ich Ihnen einiges vorab dazu erklären.
 
Ein Pferdeportrait ist viel mehr nur ein Abbild des Pferdes – es ist eine Liebeserklärung.
Und für mich ist jeder Auftrag eine Ehre. Die Ehre, dass Sie sich von meinem Stil, meiner Ausdrucksweise angesprochen fühlen.
Die Ehre, Sie und Ihr Pferd kennenlernen zu dürfen. Denn dieses Kennenlernen wird nicht an der Oberfläche bleiben. Erste Voraussetzung, um ein Portrait zu machen, ist es für mich, das „Modell“ sehen und in seinem Wesen erkennen, erspüren, erleben zu können.
Meine Portraits sind Seelenbilder, sie zeigen Lebe-Wesen im wahren Wortsinn – nicht nur, wie sie aussehen, sondern wie sie fühlen. Wer sie sind.
 
Deshalb bevorzuge ich es, Pferd und Mensch in ihrer vertrauten Umgebung oder dort, wo sie sich präsentieren möchten, zu besuchen und selbst zu fotografieren.
Aber selbstverständlich dürfen Sie mir auch gerne Ihre eigenen Fotos von Ihrem Pferd nur zuschicken, wenn Sie sie als Vorlage für geeignet halten.
Die Originale erhalten Sie innerhalb weniger Tage zurück.
 
 
Auch Pferde haben viele Gesichter, mit denen sie auf ihren Alltag reagieren, und jede Augenstellung, jedes Zucken im Maulwinkel, jede Nüster für sich erzählt von ihren Gefühlen und Stimmungen.
Für einen Fototermin nehme ich mir alle Zeit, um Ihrem Pferd in aller Ruhe näher zu kommen.
Alles, was ich brauche, ist ausreichend Licht – und wenn möglich Ihre Geduld, mir Ihr Pferd zu präsentieren.
Es gibt keinen Zeitrahmen. Wir werden es spüren, wann wir die richtigen Gesichter gezeigt bekommen und ich sie fotografiert habe.
Dank der heutigen Digitalkameras wissen wir auch gleich, ob sie gut genug sind zum Malen.
 
Auch wenn viele Pferdebesitzer sich ein Bild ihres Lieblings wünschen, auf dem dieser so blitzwach und gespannt da steht wie ein Hengst vor dem Deckakt, erlebe ich häufig, dass Pferde ein absolutes Phlegma gegenüber der Kamera entwickeln, und alle erdenklichen Versuche, sie aufzupeppen, im Sande verlaufen. Meist buchstäblich. Natürlich gibt es Tricks…doch seien wir ehrlich: ist es nicht sinnvoller, den braven Wallach, der Sie über Jahre hinweg stets zuverlässig heil aus dem Gelände nach Hause gebracht hat, mit genau dem Ausdruck dieser Ruhe und Ausgeglichenheit zu malen, als ihn aufzuscheuchen und sein Wesen dadurch zu verfremden?
 
Bedenken Sie bitte, dass es nötig sein wird, in der Zeit, in der ich an dem Portrait male,  Kontakt mit Ihnen zu halten. Ich bin während meiner Arbeit emotional sehr eng mit Ihrem Pferd und über dieses auch mit Ihnen verbunden. In besonders schönen Fällen sind bereits Freundschaften übrig geblieben, bis hin, dass ich eines meiner Modelle nach Übergabe des Bildes gekauft habe.
 
Noch eine Bitte:
Wir müssen die Zeiten des Fellwechsels bei den Pferden berücksichtigen.
Wenn Sie ein Bild verschenken möchten, besonders zu Weihnachten, können wir es nicht erst im November fotografieren, sondern nur zwischen Mai und Ende August. Danach und davor wird das schöne Muskelspiel vom Winterfell verdeckt. Auch geschorene Pferde sehen nicht hundertprozentig typisch aus wie im Sommerfell.
 
Lassen Sie mich lieber im Sommer fotografieren und geben Sie das Bild mit dem Fototermin in Auftrag für einen Abgabetermin im Winter. Ich berechne für diesen ersten Schritt 20 Prozent des vereinbarten Endpreises, den Rest stelle ich Ihnen erst nach Fertigstellung und mit Übergabe des Bildes in Rechnung.
 
Wenn Sie ein Portrait verschenken möchten, können Sie einen schön gestalteten Gutschein bekommen. Diesen versende ich nach Vorkasse einer Anzahlung in Höhe von 30 Prozent des voraussichtlichen Endpreises.
 
Bevor es losgehen kann noch ein Wort zum Zeitfaktor:
Bitte kalkulieren Sie vier bis sechs Wochen ab dem Fototermin für die Fertigstellung eines Portraits mit Pastellkreiden oder Acryl ein.
Für ein Ölbild sogar etwa vier Monate.
 
Rufen Sie mich wegen der Preisfrage bitte an oder mailen Sie.
Sie können sich sicher vorstellen, dass ich die Preise sind nicht einfach pauschal voraus zu sagen vermag, weil jedes Bild individuell unter anderen Bedingungen entsteht.
 
An dieser Stelle möchte ich einen sehr alten „Kunden“ auf vier Hufen ehren: Kordon.
Kordon durfte ich das erste Mal portraitieren, als er immerhin zwanzig war. Von diesem Bild habe ich leider kein Foto.
Fünfzehn Jahre später bekam ich noch einmal den Auftrag, Kordon zu malen.
Mittlerweile hatte der alte Herr, der einmal ein Rappe gewesen war, einen Nasenbeinbruch gehabt, und sein schönes Gesicht war übersät mit weißen Stichelhaaren.
Drei Wochen, nachdem ich Kordon auf seiner Seniorenweide fotografiert hatte, legte er sich eben dort hin und ging von uns. Sanft und gelassen wie er gelebt hatte. Mit 35 Jahren.
Das Bild von ihm war am Abend zuvor fertig geworden und stand in meinem Studio.

 

 

 
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